Schulgottesdienst am Buß- und Bettag

„Wohin mit dem ganzen Müll?“ war das Thema des Schulgottesdienstes am 22.11.2017, den die Zehntklässler des Religionskurses von Sabrina Kukla des Gymnasiums unter den Eichen für die Acht- bis Zehntklässler vorbereitet und in der Johannes der Täufer-Kirche durchgeführt haben. Die erste Gemeinderätin Ursula Tesch ließ es sich nicht nehmen, ihm beizuwohnen.

Nachdem alle Gottesdienstbesucher angekommen waren, wurden sie musikalisch von Pastorin Heidi Kück an der Querflöte, Saad Abdul Karim am Klavier, Julian Siebert am Keyboard, Marvin Krüger am Cajon, Philip Wolf und Dirk Früchtemeyer an der Gitarre begrüßt.

Danach führten Arne Stellfeldt und Nico Wiegmann ins Thema ein und wiesen auf die Scherben im Altarraum hin, die symbolisch für den Müll in uns, d.h. für das, was im Leben zerbrochen ist, standen. Das Lied „Wo Menschen sich vergessen“ wurde unter der Anleitung von Leonie Stege und Morvarid Hafezi von der Gemeinde gesungen. Nach dem Gebet, das Anna Hagemann und Letizia Tripari gesprochen hatten, lasen Nele Bethmann und Marica Hiller das Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11-32). Im Anschluss wurde „Laudato si“ geschmettert.

Nun folgte das Herzstück des Gottesdienstes: Laura Wiekenberg als jüngerer Sohn, Lara Herten als Vater und Maya Semrau als älterer Sohn übertrugen das Gleichnis in die heutige Zeit und brachten die Gefühle und Gedanken der drei zum Ausdruck. Bei jedem ging im Leben etwas zu Bruch: beim Vater als der jüngere Sohn in die Fremde ging, beim jüngeren Sohn als er sein Fehlverhalten bemerkte und beim älteren Sohn als er bei der Rückkehr seines jüngeren Bruders seine Eifersucht nicht beherrschen konnte.

Schließlich verließen Laura, Lara und Maya ihre Rolle, indem sie die Schilder, die sie umhatten, abschweiften und die Zuhörer zum Verzeihen aufriefen.

Danach sangen alle zusammen „Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer“. Die Gottesdienstbesucher schrieben auf symbolische Scherben, was sie belastet. Diese Scherben warfen sie beim späteren Hinausgehen symbolisch weg. Eileen Faust und Vanessa Meyer sprachen die Fürbitten, z.B. dass die Schüler des Schulzentrums nicht belastet sein mögen, und Margarete Klages leitete zum Vaterunser über. Den Segen spendete Pastorin Kück, wobei sie zuvor dazu aufforderte, den linken Arm mit der Handfläche nach oben auszustrecken, um den Segen zu empfangen, und die rechte Hand auf die Schulter des Nachbarn zu legen, um den Segen weiterzugeben.

Die Zehntklässler verabschiedeten die Gottesdienstbesucher, indem sie als Chor „Geh mit Gott“ sangen und sich dazu hin- und herwiegten und alle animierten, es ihnen gleich zu tun.

Dieser Schulgottesdienst, den es schon seit jahrzehntelanger Tradition am Buß- und Bettag für die weiterführenden Schulen in Uetze gibt, bewegte, bereicherte und erleichterte hoffentlich auch seine Besucher.