Studienfahrt 2018 auf der „Abt Fan Starum“ und der „Vriedentrouw“

Am Samstag, den 18. August 2018 ging es für den 12. Jahrgang des Gymnasiums Unter den Eichen auf Studienfahrt – Segeln auf dem IJsselmeer und der Nordsee.

Obwohl sich viele Schüler ärgerten auf einem Samstag um 6 Uhr morgens am Treffpunkt Schule erscheinen zu müssen, trafen alle pünktlich ein und es ging auf die 6-stündige Busfahrt in Richtung „Stavoren“, dem Heimathafen der drei Plattbodenschiffe, auf die der Jahrgang 12 aufgeteilt wurde.

Nach der Ankunft und der gemeinsamen Beladung der Schiffe bestiegen Maike Holtmann und Dirk Früchtemeyer mit 20 Schülern den Zweimaster „Abt Fan Starum“ und machten sich gemeinsam mit den anderen beiden Schiffen auf die Reise in Richtung westfriesische Inseln. Nach vielen Stunden auf dem Wasser waren diese unsere Hauptziele und wurden genutzt, um im Hafen die Nacht zu verbringen und die benötigten Einkäufe zu erledigen. Außerdem besuchte man dann oft die Schüler der beiden anderen Boote und ließ mit ihnen gemeinsam die Abende ausklingen.

Aber auch tagsüber wurde dort oft einige freie Zeit genossen, um die Inseln mit Fahrradtouren oder Spaziergängen zu erkunden, in der Nordsee zu baden oder einfach ein bisschen am Strand zu liegen und diverse niederländische Köstlichkeiten zu verzehren.

Gekocht wurde dabei trotzdem immer auf dem Schiff, was für die Schüler eine Herausforderung war und gleichzeitig eine Menge Spaß brachte. Trotz ein paar angebrannter Toasts und den immer wiederkehrenden Aufschreien „Emercency!“ oder „Obacht, Obacht!“, die durch das ganze Schiff zu hören waren, schmeckte es sogar den Lehrern und den beiden Skippern immer hervorragend. Auch das Putzen des Tagesraumes und der Sanitäranlagen lag im Aufgabenbereich der Schüler, was ihnen oft zusätzlich ein paar Mal öfter „Emergency!“ entlockte. Ein besonderes Highlight war außerdem die Kaffeekanne im Chili con Carne, was wohl ganz allein dem hohen Seegang auf der Nordsee zu verschulden war.

Während des Segelns wurde ansonsten oft Musik gehört oder viel Zeit mit Gesprächen verbracht, die den Abiturienten immer in Erinnerung bleiben werden. Auch wurde an dem einen oder anderen Abend die Gitarre rausgeholt und zur musikalische Begleitung genutzt, um gemeinsam Lieder wie „Wonderwall“ von Oasis oder Ed Sheeran zu singen. Aber auch witzige Fotos mit schönen Grimassen und Titanic-Nachstellungen, sowie schiefe Gesangseinlagen schlechter Popsongs waren an der Tagesordnung.

Wer besonders mutig war, verbrachte die Nacht anschießend an Deck und ging damit die Gefahr ein, nass zu werden oder von skrupellosen Mitschülern von seiner Isomatte gedrängt zu werden.

 

Im Großen und Ganzen war es eine sehr tolle und besondere Erfahrung mit viel frischer Luft und auch wenn die Enge der Kajüten manchmal eine Herausforderung war, gab es stets etwas zu lachen.

 

In diesem Sinne ein großes Dankschön an Frau Holtmann und Herrn Früchtemeyer für die Fürsorge und Geduld, sowie an unsere Skipper, die uns das Segeln näher brachten und uns stets unterhaltsam und sicher begleiteten.

 

Maike Strasser

 

Bericht der Studienfahrt 2018 – Die Vriedentrouw

Am Samstag, den 18.08.2018 begann für einen Teil des 12. Jahrgangs das Segelabenteuer auf dem Ijsselmeer. Mit dem Bus fuhren wir zuerst bis nach Stavoren. Dort wurden die Schiffe erobert und die Zimmer bezogen, bevor wir in See stachen. Auf unserem Schiff, der Vriedentrouw, durften wir fleißig mit anpacken, die Segel hissen, das Schiff wenden und steuern. Gegen Abend steuerten wir den Harlinger Hafen an, wo wir die Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen ging es mit frischer Kraft weiter in Richtung Vlieland. Hier wurde nach einem Tag auf See zuerst der Hafen und der Strand erkundet, bevor wir uns nach einem selbstgekochten Abendessen zum Rätseln und Spielen im Gemeinschaftsraum einfanden. Beim Frühstück am nächsten Morgen entdeckte der ein oder andere seine Liebe zum Holländischen, sodass schon bald die „Snitjworst“ (Salami) und der „Afterham“ (Schinken) die meistbenutzten Wörter des Schiffes waren. Danach setzten wir die Segel in Richtung Ameland. Am nächsten Morgen wurde die Insel zu Fuß oder mit Tandems unsicher gemacht, bevor es viele an den Strand zog. Als sich der Abend näherte setzten wir die Segel und segelten dem Sonnenuntergang entgegen, um uns über Nacht bei Ebbe auf dem Wattenmeer trockenfallen zu lassen. Nach einem kleinen Mitternachtspaziergang im Watt, machten wir es uns dann mit unseren Schlafsäcken an Deck bequem und verbrachtem die Nacht unter freiem Himmel. Mit dem Sonnenaufgang ging es dann auch schon weiter, mit einer offensichtlich sehr übermüdeten Crew, von der sich so einige im Tagesverlauf zu einem kurzen (oder längeren) Nickerchen hinreißen ließen. Da wir aufgrund der Ebbe auf unserer Weiterreise im Watt stecken blieben, hatten wir erneut die Chance das Watt und seine Bewohner zu erkunden und uns die Zeit mit sonnen, Volleyballspielen oder Pokerrunden zu vertreiben. Mit der Flut ging es dann weiter und mit einer kleinen Verspätung erreichten auch wir den Hafen von Terschelling. Nach einem weiteren intensiven Rätsel- und Spieleabend ließen wir uns übermüdet in unsere Betten fallen. Unseren letzten Abend verbrachten wir in Makkum, leider bei Regen, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat.

An unserem letzten Morgen ging es mit frischer Kraft zurück nach Stavoren, wo wir wieder einmal leicht verspätet ankamen.

Die gesamte Zeit mit dabei war unser Skipper Siebe, der sich unglaublich viel Mühe mit uns gegeben und sich immer Zeit genommen hat, um den Segelinteressierten unter uns noch ein bisschen mehr Wissen mit auf den Weg zu geben. Außerdem unsere Skipperin Dörkje, die uns leider am Dienstag verlassen musste und von Thijs ersetzt wurde. Auch die beiden ließen uns immer kräftig mit anpacken und vor allem Thijs lehrte uns eine wichtige Lektion. „Haltet eure Brille fest, wenn ihr euch über Bord lehnt“. Über seine „Mein Brill! Mein Brill!“-Schreie haben wir auch noch Tage später gelacht.

An dieser Stelle noch einmal einen großen Dank an alle drei, sowie Herrn Schulz und Frau Dierks, mit denen wir eine unglaublich schöne Zeit verbrachten. Trotz Spinnen, Sturm, Regen und nachträglichem Muskelkater haben wir unsere Zeit auf der Vriedentrouw sehr genossen und denken gern daran zurück.

Lea Giesemann