F.I.T. for Europe

Dr. Frauke Perl, Verena Everding und Dirk Früchtemeyer vom Gymnasium Unter den Eichen haben es geschafft, ein weiteres Erasmus+ – Projekt zu initiieren und von der EU genehmigt zu bekommen. „Focused – Interested – Tolerant – F.I.T. for Europe“ ist eine strategische Schulpartnerschaft mit dem Dr. Nasssau College-Quintus in Assen in den Niederlanden, dem Natsionalna finansovo-stopanska gimnaziya in Sofia in Bulgarien und dem Limbazu Novada Gimnazija in Limbazi in Lettland. Diese vier Gymnasien arbeiten von 2018 bis 2020 in mehreren Projekten zusammen. Dazu fand im März 2018 ein Planungstreffen mit den Erasmus+ – Vertreter/innen der Partnerschulen in Uetze statt.

„Wir haben dieses Projekt initiiert, weil wir mit Blick auf die Berufswelt festgestellt haben, dass die Chance für junge Menschen eine attraktive und herausfordernde Beschäftigung zu finden und sich auf dem Arbeitsmarkt zu orientieren zunehmend komplexer wird, während die Jugendlichen zunehmend passiver werden. … Mit unserem Projekt „Focused – Interested – Tolerant – F.I.T. for Europe“ wollen wir Schüler ab ca. 15 Jahren dazu ermutigen, die Notwendigkeit von Eigeninitiative zu erkennen, an ihren Stärken zu arbeiten und ihre eigene Zukunft mit Blick auf Europa zu entwickeln. … Ebenfalls ist es wichtig in Zeiten erstarkenden Nationalbewusstseins und der Selbstverständlichkeit von Frieden, Freiheit und Wohlstand in Europa den interkulturellen Dialog zu fördern.“, so lauten einige Sätze aus dem genehmigten Antrag.

18 Schüler/innen aus dem 9. und 10. Jahrgang nehmen daran teil. Sechs von ihnen werden im Juni 2019 das bulgarische Partnergymnasium mit dem Schwerpunkt Wirtschaft-Politik besuchen, sechs andere im November 2019 das lettische Partnergymnasium mit dem Schwerpunkt Mathematik und Naturwissenschaften und sechs weitere im Mai 2020 das niederländische Partnergymnasium mit dem Schwerpunkt digitales Lernen. Schon im November 2018 kommen die Austauschschüler/innen aus diesen drei Ländern zum Gymnasium Unter den Eichen, das in diesem Erasmus+ – Projekt den Schwerpunkt Sprachen hat.

Das erste länderübergreifende, gemeinsame Projekt war die Gestaltung des Tages der europäischen Sprachen am 26. September: „Are you F.I.T. for European Languages?“. Es wurde eine Präsentation erstellt, die in allen 9., 10. und 11. Klassen gezeigt wurde. 2001 wurde dieser Tag vom Europarat eingeführt, um die sprachliche Vielfalt und damit das bessere Verständnis zwischen den Kulturen und das kulturelle Erbe Europas zu fördern. Das Beherrschen mehrerer Sprachen kann Jugendliche motivieren, in einem anderen europäischen Land zu studieren oder zu arbeiten. Die Präsentation stellt u.a. Palindrome (Wörter, die rückwärts gelesen denselben Text ergeben) oder das längste Wort in den Projektsprachen vor, wobei Deutsch nicht zu schlagen ist (Grundstücksverkehrsgenehmigungszuständigkeitsübertragungsverordnung).

Des Weiteren wurde an jede Klassenzimmertür ein Wort in vier europäischen Sprachen und in der Pausenhalle Europaflaggen angebracht, um auf den Tag der europäischen Sprachen aufmerksam zu machen.

Ein ganz besonderer Beitrag zu „Are you F.I.T. for European Languages?“ ist ein kleiner Film, den die Schüler/innen des Projekts erstellt haben. Darin sagen sie verschiedene Wörter auf Deutsch, Niederländisch, Bulgarisch, Lettisch (= den Projektsprachen), Englisch, Latein, Französisch und Spanisch (= den Sprachen, die man am Gymnasium Unter den Eichen lernen kann). Die jeweiligen Sprecher/innen haben die jeweilige Landesflagge übers ganze Gesicht geschminkt!

Kevin Ortmann, Nico Meinecke, Tina Lai und Benjamin Clooth aus dem 10. Jahrgang erarbeiten für das Projekt die Homepage „fitforeurope.net“, welche über das Projekt und die Partnerschulen informiert sowie einen Blog mit Erfahrungsberichten pflegt.

Im Laufe dieses Projekts werden nationale und internationale Bildungswege erschlossen und als Chance für die eigene Entwicklung wahrgenommen. So erweitern die Jugendlichen über den nationalen Arbeitsmarkt hinaus durch Interesse und Eigeninitiative ihre Studien- und Berufsperspektiven. Hinzu kommt, dass die Begegnung und die Kooperation mit Schüler/innen anderer Nationen zu Verständnis, Toleranz und Wertschätzung anderer Kulturen und damit zur Verankerung des europäischen Gedankens „united in diversity“ führt.