Exkursion ins X-Lab nach Göttingen mit den Chemikern des 12. Jahrgangs

 

Wenn Schüler früher aufstehen, als es zur ersten Stunde notwendig wäre, muss schon etwas Außergewöhnliches anstehen. In diesem Fall ist das die zweitägige Exkursion in das Göttinger „Experimentallabor für junge Leute“ – das XLAB. Um dort perfekt ausgestattet zu experimentieren machen sich die knapp 30 eifrigen Leistungs- und Grundkursler aus der Chemie sogar vor 7 Uhr auf den Weg. Dennoch wünscht sich manch einer auf der Hinfahrt glatt, Göttingen wäre nicht nur eine halbe Stunde mit dem ICE entfernt, sondern in Weiten, die ein ausgedehntes Nickerchen erlaubten. So what!

Der Auftakt des Tages bestand aus einer fachlich theoretischen Erläuterung der am Tag anstehenden Experimente. „Polymere“ und „Batterien“ waren Gegenstand der Erarbeitung, an denen je die Hälfte der Schüler an einem Tag arbeiten sollte. Nach der Auffrischung aller notwendigen Grundlagen – vor allem wurde in aller Ausführlichkeit auf die Sicherheitsbestimmungen eingegangen – konnte es losgehen. Die Experimente waren sehr vielfältig ausgewählt, so konnte unter anderem Bauschaum sowie Nylon hergestellt werden. Spannungen verschiedener Galvanischer Elemente wurden gemessen und die Funktion von Brennstoffzellen getestet. Ausschließlich die Laborbrillen sorgten für Unannehmlichkeiten.

Nach einem langen Tag fuhren wir gemeinsam in die Jugendherberge; manche gingen noch mal in die Innenstadt, andere waren froh, sehr zeitig Schlaf zu finden.

Der nächste Tag bot weiterhin spannendes Experimentieren. Thomas Schulz und Verena Everding, die dankenswerterweise die Exkursion begleiteten und organisierten, begutachteten dabei immer wieder die Fortschritte.

Festhalten lässt sich, dass trotz auftretender Müdigkeitserscheinungen zwischendurch ein hoher Lernfaktor mit viel Spaß zwischendurch gegeben sein dürfte. Abiturrelevante Themen wurden vor- oder nachbereitet und auf eine Weise wiederholt, die die schulischen Räumlichkeiten weniger professionell zulassen. Wem das nicht reicht, bleibt zumindest die Erkenntnis, dass zwei Tage lang je acht Stunden arbeiten, doch anstrengender ist als das Schülerleben. Aber all denen sei gesagt, keine Sorge, wir müssen nur noch 50 Jahre warten! So what! 

Patrick Semrau