Heiße Partien beim Winterturnier – Erstmalig offenes Schulschachturnier unter den Eichen
An den Mittwochnachmittagen erwecken bei uns im Rahmen der AG in der Schule schon traditionell die Schachfiguren zum Leben und liefern sich spannende Schlachten auf den karierten Brettern.
Ende 2025 besuchte Herr Manschke die Schachspieler dort mit der Idee durch eine Schachveranstaltung außerhalb der AG auch andere schachbegeisterte Spieler in der Schule Gelegenheit zum Schachspiel und persönlichen Austausch zu geben– denn oft wissen viele Schüler untereinander gar nicht, dass sie die Begeisterung für das gleiche Spiel teilen. Bei den Spielern der AG fand er sofort die nötige Unterstützung und gemeinsam reifte die Idee in der letzten Schulwoche im Dezember ein offenes nachmittägliches Schachturnier auszutragen. Dies wurde gemeinsam von Herrn Manschke, Spielern der Schach-AG und der Klasse 8L um Herrn Heilmann auf die Beine gestellt.
Insgesamt 15 Spieler, darunter übrigens auch Herr Manschke , der als Lehrkraft sozusagen außer Konkurrenz spielte, traten an und spielten im Klassenraum der 8L Schach. Das Turnier war von äußerlich angespannter Ruhe sowie dem sanften Klacken der Schachuhren, zugleich aber von kämpfenden Gedanken und aufreibenden Konstellationen geprägt.
Erstaunlich war, dass die Mehrheit der Spieler, nämlich acht, noch nie in der Schach-AG waren. Vier Spieler waren aktuelle AG- Mitglieder und drei waren Ehemalige.
Spannung war nicht nur bis zum letzten Zug, sondern noch deutlich darüber hinaus geboten. Nach harter und intensiver Rechnerei, die selbst den beiden Mathelehrer Herrn Manschke und Herrn Heilmann volle Konzentration abverlangt hatte, wurde in der Spitzengruppe aus 4 punktgleichen Spielern die erste Feinwertung, die Buchholz- Wertung errechnet. Die Buchholzwertung ist ein Maß dafür wie stark alle Gegner eines Spielers im Turnier in der Summe waren. Dafür werden die erreichten Punkte der Gegner aufaddiert. Jedoch hatte das Spitzenduo nicht nur die gleiche Punktzahl, sondern auch die gleiche Buchholzwertung- die spannende Rechnerei ging in die Verlängerung.

Die Sonneborn- Berger- Wertung wurde als zweite Feinwertung hinzugezogen. Sie ist ein Maß, welches die erreichten Punkte zusätzlich mit der Gegnerstärke gewichtet. Punkte gegen einen stärkeren Gegner im Turnier(ergebnis) werden höher gewichtet als gegen (laut Turnierwertung) weniger erfolgreiche. Hier werden nur die Punkte der Gegner von den gewonnenen Spielen genommen, bei Unentschieden werden diese entsprechend Punkte halbiert.
Nach Auswertung der Sonneborn- Berger- Wertung, die eine äußerst knappe Entscheidung brachte, stand der Sieger nun endlich fest:
Es setzte sich im Spitzenquartett mit gleicher Spielpunktzahl der AG- Spieler Simon aus der 8L durch, knapp gefolgt von dem Ehemaligen Alexander aus dem 12. Jahrgang und dem Externen Theo aus dem 13. Jahrgang, der seinen Jahrgangskameraden und ehemaligen AG‘ler Lennart hinter sich ließ.
Hannah aus der 7F wurde mit dem Sonderpreis für die jüngeren Jahrgänge 5 bis 7 ausgezeichnet.
Im kommenden Schuljahr soll das Turnierformat weiter aufgegriffen und weiterentwickelt werden. Schon jetzt gilt für alle schachinteressierten Spieler unserer Schule das Motto:
„Willkommen am karierten Brett.“


