Rezension “Ein Sommernachtstraum”

Am 30.05.17 besuchte der 11. Jahrgang die Theateraufführung des Celler Schlosstheaters „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare. In der Komödie geht es um die Liebe der vier Hauptpersonen Helena, Hermia, Lysander und Demetrius. Es herrscht ständige Verwirrung, da der Elfenkönig gemeinsam mit seinem Diener Puck die Gefühle der Menschen beeinflusst. Ort der Handlung ist die Stadt Athen und der Wald, welcher zur Traumwelt gehört.

Aus unserer Vorbereitung im Unterricht wissen wir bereits, dass in dem Stück Menschen und Elfen auftreten. Dazu lässt sich sagen, dass die Menschen, egal welcher Gesellschaftsschicht, von Schauspielern gespielt wurde. Die Elfenkönigin und der Elfenkönig ebenfalls. Die anderen Elfen hingegen, wurden durch Handpuppen dargestellt. Das war eine sehr interessante Darstellung, da man genau erkennen konnte, aus welchen Einzelteilen die Puppen gebastelt wurden. Mir haben die Puppen sehr gut gefallen, da ich die Idee für sehr kreativ halte und nicht damit gerechnet hätte.

Bei der Ausstattung ist mir aufgefallen, dass Requisiten und Bühnenbild aus wenigen Teilen bestand, welche für mehrere Zwecke verwendet wurden. Ein Beispiel dafür ist das Klavier, auf dem zum einen natürlich gespielt wurde, zum anderen diente es aber auch als Schlafplatz oder Sitzmöglichkeit. Genauso war es auch mit den Rollbrettern, welche zwei Stockwerke hatten. Diese wurden ebenfalls als Schlafplatz genutzt, aber auch als Abtrennung oder als Mauer. Dadurch, dass die Requisiten für verschiedene Dinge genutzt werden konnten, musste nicht umgebaut werden. Das Bühnenbild wurde schlicht gehalten. So hingen im Hintergrund dunkle Vorhänge und nichts weiter. Diese Vorhänge waren auch für die Ausleuchtung sehr nützlich, da hinter ihnen immer wieder bunte Lichter erschienenen, sobald eine Szene in der Traumwelt, also im Wald, spielte. Wenn eine Szene in Athen spielte, so wurde die Bühne mit natürlicheren Farben, beispielsweise Gelb, ausgeleuchtet. Die Beleuchtung erfolgte außerdem durch Taschenlampen, was es insgesamt sehr abwechslungsreich machte.

Eine Auffälligkeit waren die Kostüme der Schauspieler. Sie trugen enge schwarze Anzüge auf denen jeweils ein geometrisches Zeichen gedruckt war. Ich verstehe nicht, weshalb diese Kostüme gewählt wurde, da ich der Meinung bin, dass sie keinen Zweck erfüllten und nicht zu dem Inhalt und der Zeit dieses sehr alten Stücks passten. Im Unterricht führten Lena usw. ebenfalls ein Szene vor, für die sie sich verkleidet hatten. Dabei entschieden sie sich für einen Schleier und Kleider. Ihre Wahl fand ich weitaus passender als die des Schlosstheaters.

Des Weiteren lässt sich noch sagen, dass das Publikum miteinbezogen wurde, indem ein Schauspieler eine Frau direkt angesprochen hatte und sich die Schauspieler zu Ende des Stücks mit ins Publikum setzten.

Insgesamt fand ich die Theateraufführung wirklich schön und zu keiner Zeit langweilig, da die Inszenierung abwechslungsreich und witzig gestaltet wurde. Außerdem wurde das Stück etwas an die heutige Zeit und an ein junges Publikum angepasst, was man durch die einfachere Sprache (z.B. Süße) und besonders durch die Aufführung der Handwerker merkte. Die Stimmung im Theater war sehr gut und es wurde viel gelacht, weshalb man von einer erfolgreichen Aufführung sprechen kann.

Hannah Kodoll