Back to the roots

Unter diesem Thema haben Jonathan und Maximilian Mix aus Dollbergen den Elftklässlern am Gymnasium Unter den Eichen Orientierung bei ihrer Berufswahl gegeben. Jonathan hat 2012 und Maximilian 2014 sein Abitur an diesem Gymnasium erreicht. Jonathan ist inzwischen Dachdecker- und Zimmerermeister sowie Gebäudeenergieberater und plant gerade seine Selbständigkeit. Maximilian hat letztes Jahr sein Examen in einem dualen Physiotherapie-Studium abgelegt, das er am Annastift und an der Fachhochschule in Hildesheim absolvierte. Momentan studiert er einen neuen Studiengang an der Hochschule Hildesheim, der verschiedene therapeutische Berufe umfasst. Voraussichtlich wird er sich auf Sporttherapie spezialisieren.

Anhand von Farben, die ineinander laufen, haben sie die Vielfältigkeit der heutigen Berufe und der unterschiedlichen Zugänge dazu veranschaulicht.

Einerseits wiesen sie darauf hin, dass in ihrem jeweiligen Arbeitsfeld: Handwerk und Pflege aber auch im IT-Bereich die Nachfrage nach Nachwuchs sehr hoch ist, andererseits betonten sie mit dem Titel ihrer Präsentation „Back to the roots“, dass alles schon in den Oberstufenschülern selbst steckt und nur wenn sie sich auf den Weg machen, den Beruf zu finden, für den sie brennen, werden sie beruflich die richtige Entscheidung treffen. Das können nur sie selbst herausfinden, weil sie sich selbst am besten kennen. Dabei sollten sie sich auch nicht beeinflussen lassen. Wichtig sei jedoch sich jetzt, ein Jahr vor dem Abitur, darüber klar zu werden, in welche Richtung man gehen möchte. Denn wenn man seine Leidenschaft gefunden hat, kann man auch Durststrecken überstehen.

Jonathan und Maximilian sind an ihre ehemalige Schule gekommen, weil sie sich gewünscht hätten, dass ihnen das jemand so deutlich gemacht hätte, als sie in der 11. Klasse waren. Sie erhoffen sich für die zukünftigen Berufsanfänger eine höhere Aufmerksamkeit für das Herausfinden ihrer eigenen Interessen und Ziele.

Die Brüder stellten in ihrer Präsentation dar, was sie aus ihrer Schulzeit für ihr Berufsleben mitgenommen haben wie den Respekt gegenüber Älteren, das Selbstbewusstsein oder die Zuverlässigkeit. Sie sagten aber auch, was ihnen in ihrer Schulzeit fehlte wie persönliche Förderung, mehr Berufsorientierung, die Vermittlung von mehr Verantwortungsbewusstsein oder die Vermittlung der richtigen Selbsteinschätzung. Denn letztlich sei das Abitur auch „nur ein Schulabschluss“, nach dem man wieder ganz unten anfängt. In jedem Beruf muss man sich Anerkennung erarbeiten. Zum Abschluss gaben sie ihre Mailadressen bekannt, sodass die Elftklässler sie auch gerne kontaktieren können. Diese fanden die auf persönlichen Erfahrungen basierenden Informationen interessant und hilfreich.